Beiträge zur Geschichte der
Abentheuerer Eisenhütte
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Allgemeines: Sicherlich ist schon ganz viel über die Abentheuerer Hütte geschrieben worden. Zahlreiche gesicherte Quellen liefern recht genaue zeitliche Zusammenhänge. Grundlage dieser Seite sind die Arbeiten folgender Autoren.
Eine sehr bewerkenswerte Arbeit eines uns unbekannten Verfassers finden Sie hier |
Die Zeittafel:
Die Nennungen anderer Hüttenstandorte erachte ich von daher als sinnvoll, als diese mehr oder weniger zum
„Gesamtunternehmen“ gehörten.
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Wie wir bei unseres Museumsbesuchs im Heimatmuseum in Birkenfeld,
anlässlich der Sonderausstellung „Aus
Kelten werden Römer“ erfuhren, war unsere Region schon zu vorkeltischer Zeit
besiedelt. Zahlreiche Funde sowohl aus der Keltenzeit als auch aus Römertagen
legen die Vermutung nahe, dass schon sehr früh in unseren Breiten Erz
verarbeitet wurde. |
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1367 |
der Ort
Abentheuer wird Leygen wird erstmals
genannt |
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1400 |
Bereits im
Jahre 1461 wird für das Fischbacher Bergrevier eine Freiheit verliehen, die
besagt, dass Kupfer aus diesem Revier bereits seit etwa 1400 in Allenbach
verhüttet wurde |
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1438 |
Im Gültbuch
der Grafschaft Sponheim werden die Einnahmen des Amtes Allenbach aufgeführt |
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1438 |
Im gleichen
Buch heißt es weiter: Item Leyen das dorff lijt gantz wust in mins herren
handen was bedeutet, das hier
keine Abgaben erhoben werden konnten |
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1439 |
H.
Kohlenbrenner errichtet ein werk in Allenbach. |
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1498 |
Seit Mai 1498
verhandelte Hans Eisenschmied, wegen erschürfter Eisenerzvorkommen, mit drei
hinter-sponheimischen Beamten. |
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1499 |
der erste Hammerschmied
Johann und sein Sohn Matthes haben
(angeblich) in Abentheuer einen Eisenhammer und eine Eisenschmelze
errichtet. Dieser Matthes könnte identisch sein mit einem Matthias von der
Eisenschmitt bei Birkenfeld |
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1558 |
Johann habe
das Werk in Abentheuer an einen Kaspar verkauft, der es habe verkommen lassen |
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1560 |
Die
Abentheuerer Eisenhütte wird erstmals gesichert erwähnt |
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1560 |
Vor 1560 war
der Vater von Joh.Eisenschmidt d.Ä. wahrscheinlich in Abentheuer tätig, |
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1569 |
.....Nicklausen
Helleisin zur Abendtheir.......wir die Eisenhütte in Nonnweiler auf 12 Jahre
verliehen...... |
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1569 |
Nikolaus
Helleisen wird als Mitbeteiligter an der 1569 ersten Hütte die Nonnweiler
genannt |
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1569 |
Johannes Eisenschmidt....heiratet...Eva,
Tochter des Helleisen Nicklas auf der Abentheuer |
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1573 |
Helleisens
Mitpächter in Nonnweiler, Caspar Barth (auch Welsch Caspar) wird als
Döppenformer auf der Abentheuer
erwähnt [2] |
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1576 |
„Johannes
Eisenschmidt uf der Abentheuer“ wird
genannt |
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1580 |
Auf einer
Landkarte heißt der Ort „zu
abenturen“ |
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1583 |
Johannes
Eisenschmidt trifft einen Vergleich mit seiner Schwester und seinem Schwager
über alles „was sie uff der Abentheuer zu Birkenfeld von Vater und Mutter
seligen ererben an Hüttenwerk, Hammer und Hüttenfreiheit „ [3] |
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1600 |
Das
Schmiedeeisen ging an die umliegenden Schmiede die daraus Nägel, Hufeisen
oder Radreifen fertigten während Messer, Degen und Schwerter von den
Messerschmieden hauptsächlich in der Gegend von Herrstein und Rhaunen
hergestellt wurden. |
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1606 |
Paulus
Eisenschmidt [4]...,der Eisenrekker auf der Abentheuer,
wird... am 14.2.1606 in Obersöten
Paulus Reuter genannt |
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1613 |
Joh.Eisenschmidt
d.Ä. (+) hinterlässt ein gefestigtes Unternehmen in Abentheuer |
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1613 |
Joh.Eisenschmidt
der Jüngere führt das Unternehmen in Abentheuer mit seinen Geschwistern
weiter |
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1619 |
Unter Johannes
Eisenschmidt werden Hütten- und Hofgut in Abentheuer vereinigt |
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1621 |
Die damaligen
Bewohner der Abentheuer Hütte hießen Johann und Nikolaús Eisenschmidt. |
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1633 |
Joh.Eisenschmidt
d.J. ist alleiniger Besitzer der
Hütte in Abentheuer |
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1635 |
Pestjahr in
Abentheuer |
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1635 |
Joh.Eisenschmidt
d.J. in Abentheuer stirbt ebenso wie seine Ehefrau an der Pest. |
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1657 |
Erstmals
werden die Brüder Hoet in Abentheuer genannt |
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1663 |
Die beiden Töchter
Eisenschmidt sowie die Witwe von ihrem Bruder Johann Nicklas Eisenschmidt
verkaufen ihren Besitz in Abentheuer an Pfalzgraf Georg Wilhelm für 200
Taler |
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1671 |
...Hojet
bittet umb die Verleihung der Hüttengüter auf der Abentheuer |
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1671 |
Johann Hojet
bewirbt sich um die Wiederaufnahme des Hüttenbetriebs in Abentheuer |
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1672 |
Die
Eisenhütte in Abentheuer im Besitz des Pfalzgrafen, arbeitet wieder
(Betreiber Jean Hoe) allerdings ohne Hochofen nur als Hammer- und
Schmiedewerk |
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1685 |
( ? )
Gründung des Eisenwerkes [5] in Sulzbach durch Christian Stumm |
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1688 |
Hans Stumm
gest. 1688 besaß in Rhaunen-Sulzbach eine Schmiede. Sein Sohn Johann Michael
(1683-1747) war als Gold- und Messerschmied in Strassburg wahrscheinlich beim
dortigen Orgelbauer Silbermann beschäftigt gewesen. Bei seiner Rückkehr
richtet er in der väterlichen
Werkstatt den Orgelbau ein |
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1691 |
Hujet erwirbt
die Mühle in Abentheuer |
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1691 |
Hujet erwirbt
die Eisenschmidsche, fast gänzlich ruinierte Sägemühle, die heutige Hujets-Sägemühle.
Damit endet die Aera Hojet als Eisenfabrikant |
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1695 |
Remacle Josef
HAUZEUR soll die Weitersbacher Hütte geleitet haben. |
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1696 |
Am
16.Dezember 1696 erhielt er (Remacle Josef HAUZEUR [6] ) von den sponheimischen Gemeinsherren Christian II. und Ludwig
Wilhelm von Baden die Eisenhütte Abentheuer in Erbbestand. |
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Zwischen
1700-1780 verfügte der Hunsrück über Kupfer- und Eisenerz, wie auch über
Holz, damit über Holzkohle und Wasser. Frieden, die Schätze der Natur und
fleißige Menschen ließen Bergwerke, Hüttenwerke und Eisenhammer erblühen. In
Fischbach wird nach Kupfererz, in Niederwörresbach und Berschweiler nach
Eisenerz gegraben, in Gräfenbach, Allenbach, Katzenloch, Weitersbach, Sensweiler,
Stromberg, Züsch, Abentheuer, Hammerbirkenfeld und Asbacherhütte entstehen
Eisenhammer und Hüttenwerke. Allein im Hochwald stehen ca. 300 Arbeiter dort
in Lohn und Brot. |
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1700 |
Hojet lebt
jetzt in Buhlenberg und der Name verschwindet aus Abentheuer und der
Eisenhütte |
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1700(?) |
Fa. Kroeber
gründet die Asbacher Hütte |
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1700 |
Johann
Nicolaus STUMM bemüht sich 1700 um den Aufbau in Asbach |
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1700 |
Die
Weitersbacherhütte wird von Peter Pastert geleitet |
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1708 |
R.J. Hauzeur gründet
einen Hammer in Röderbach |
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1709 |
Johann
Heinrich STUMM wurde 1709 in
Rhaunen-Sulzbach geboren. Johann war badischer Kommerzienrat und seit
1763 Besitzer der Abentheuerer Hütte. Er starb 1783 in
Abentheuer. |
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1712 |
Hügel u.a. gründen
die Gräfenbacher Hütte |
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1714 |
Das
Stahlhammerwerk in Sensweiler wird gegründet |
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1714 - 1720 |
Johann
Nicolaus STUMM erbaut den Hammerbirkenfeld |
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1715 |
Johann
Nicolaus STUMM gründet Hammerbirkenfeld und erhält 1716 die Erlaubnis einen Eisenhammer in der
alten Vollmühle zu errichten... |
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1716 |
Remacle de
Hauzeur verlegt seinen Wohnsitz nach Abentheuer |
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1725 |
Gründung des
Hammers in Talveldenz (Übernahme durch Stumm 1746) |
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1736 |
Clarenbach erbaut
ein Hammerwerk in Sensweiler |
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1738 |
Johann
Nicolaus STUMM erwirbt den Sensweiler Stahlhammer |
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1741 |
Joh. Nicolaus
STUMM erwirbt 1/3 der Gräfenbacher Hütte |
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1742 |
Im Katzenloch
gab es einen Eisenhammer |
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1743 |
Nicolaus und Johann
Heinrich Stumm übernehmen die Asbacher Hütte von den Kroebers |
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1743 |
Johann
Nicolaus STUMM starb in Abentheuer. Stumms dritter Sohn Johann
Henrich(1710-1783) wurde Leiter des Gesamtunternehmens. Sein vierter Sohn
Johann Friedrich (1716-1769) leitete Hammerbirkenfeld und eine zeitlang auch
Asbach |
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1745 |
Remacle de
Hauzeur, stirbt im Alter von 82 Jahren |
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1746 |
Johann
Henrich Stumm erwirbt die Hütte in Veldenz |
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1747 |
J.Nicolaus Stumm
erwirbt zusammen mit der Familie Remy (Bendorf) das Werk in Röderbach |
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1758 |
Die Gebr.
Stumm errichten das Werk in Katzenloch |
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1758 |
Allenbacher
Kupferschmelze, die ab 1802 zum Eisenhammer umgebaut wurde, entsteht |
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1763 |
Jakob Joseph de
Hauzeur starb am 18.Januar. Im selben Jahre verkauften die Erben Hauzeur das
Hüttengut als freies Eigentum an Johann Heinrich Stumm von der
Asbacherhütte. |
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1773 |
Müller Dietz
gründet einen großen Hammer in Weiperath |
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1774 |
Die
Weitersbacherhütte wird von Pastert geleitet |
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1783 |
..stirbt
Johann Heinrich Stumm 73-jährig |
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1785 |
Die Brüder
Joh.Carl und Christian Philipp STUMM erwerben die restlichen 2/3 der
Gräfenbacher Hütte |
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1790 |
Die Gebr.
Stumm ersteigern das Werk in Weiperath |
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1790 |
Hofrat von
Gayling berichtet, dass in Abentheuer abgerauchte Steinkohlen aus dem
buhlenberger Berkwerk verwendet werden. Das ist praktisch Koks. |
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Johann Heinrich
Stumm hatte verlangt, dass die Werke nicht in der weiblichen Linie vererbt
werden. |
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1793 |
Johann
Wilhelm Pastert (1748-1800) war bis 1793 Hüttenherr auf der Weitersbacher
Hütte |
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1793 |
Die Weitersbacherhütte
wird von den Stumms käuflich erworben |
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1795 |
Die Gebr.
Stumm erwerben die Weitersbacherhütte |
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1802 |
Die Gebr.
Stumm erwerben das Werk in Allenbach |
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Drei Wochen vor
seinem Tode verkauft Friedrich Philipp Stumm die Hunsrücker Eisenwerke an
seine drei Enkelsöhne. Die Bezahlung des Kaufpreises soll aus dem den Enkel
zufallenden Nachlass |
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1835 |
Die Familie
Böcking erwirbt die Abentheuerer Hütte. |
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1837 |
Seit dem 1.
Oktober des Jahres besteht eine Arbeiter-Hilfskasse |
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1841 |
Der erste
Kokshochofen des Hunsrücks entsteht auf der Rheinböller Hütte |
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1848 |
Der Umsatz in
Abentheuer fällt um 50% und erholt sich erst nach 1850 wieder. |
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1858 |
Bezüglich des
Streites um den Kapellenfonds (Asbach) wird erwähnt: Die Asbacher Presbyter,
u.a. der bekannte Hüttenbesitzer Böcking wandten sich zunächst vergeblich an
den Trierer Superintendenten, dann an die königliche Regierung. ..... |
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1875 |
Die Abwicklung
des Eisenhüttenbetriebes wird in diesem Jahr abgeschlossen. Die Asbacherhütte
geht an die Nachkommen des Rudolf Böcking. Sehr bald wird diese dem
bodelschwinghschen Verein überlassen. |
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(Anmerkung des HVA: Die folgende wörtliche Wiedergabe einer
Ausarbeitung wurde uns als Fotokopie aus einem Geschichtsbuch des Jahres 1930
für Schulen des Landkreises Birkenfeld überlassen. Leider sind uns nähere Angaben
insbesonders zum Verfasser nicht bekannt. Sollte jemand im Besitz dieses
Buches sein, so bitten wir herzlichst darum mit uns in Kontakt zu treten. ) Das älteste
Aktenstück über die Abentheuerer Hütte stammt aus dem Jahr 1621 Die damaligen
Bewohner der Hütte hießen Johann und Nikolaús Eisenschmidt. In dem
Verzeichnis der „Häuserhofstätten“ sind erwähnt Eisenschmelzhütten,
Hammerhütten und Kohlenscheuern; die Grenzen des Gutes waren ungefähr
dieselben wie heute. 1672 erwarb Johann Höe aus Hosstätten (?) (Hoppstädten)
das Hüttenwerk. Von dem Pfalzgrafen bei Rhein und dem Markgrafen von Baden
wurde bestimmt, dass er jährlich an Martini 55 Taler als Pacht oder Zins
abzuführen hätte. Für das Klafter Holz waren 5 Batzen zu zahlen. Der Ertrag
des Werkes war aber anscheinend wenig lohnend, denn 1690 ersuchte Höe um
Herabsetzung des Pachtzinses. Er wurde dann von 55 Taler auf 24 ermäßigt. 1699 übernahm
René de Hauzeur, das Hüttenwerk. Er durfte nach Bedarf Holzkohlenin den
herrschaftlichen Waldungen brennen., außerdem wurde ihm das alleinige Recht
zugesprochen, im Amt Birkenfeld Mineralien aller Art zu gewinnen; dafür
musste er den Zehnten an die sponheimische Gemeinherrschaft entrichten. 1701
erhielt er die Erlaubnis zur Erbauung eines Schmelzofens. Für den
Betrag von 19 000 Gulden erwar 1763 Johann Heinrich Stumm aus Asbach die
Abentheuerer Hütte. Außer den Wohn- und Wirtschaftsgebäuden sind an Gebäuden
aufgeführt: der große Hammer, der kleine Hammer, die Eisenschneide, das
Schied- und das Eisenmagazin. 1765
wurde zur Erbauung eines Schmelzofens geschritten. Stumm erhielt dieselben
Rechte in Bezug auf Erzgewinnung wie sein Vorgänger. Nach dem Tode
Stumms ging das Hüttenwerk an seine 4 Söhne über. Vom Erzbischof in Trier
wurde es ihnen als „wahres rechtes Erblehen nach Erblehenrecht“ verliehen. In den Jahren
1800-1815 hatte das Hüttenwerk mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Es wird geklagt über hohe Abgaben, hohe
Holzpreise, erschöpfte Erzgruben. Im Westen Deutschlands waren viele
Eisenhütten entstanden und Abentheuer war nicht mehr konkurrenzfähig. Die
Verhältnisse besserten sich als 1817 das Fürstentum Birkenfeld gebildet
wurde. Ein Gesuch an die Oldenburgische Regierung hatte eine sehr wesentliche
Herabsetzung der Holzpreise für die Abentheuerer Hütte, die jährlich 16 400
Raummeter gebrauchte, zur Folge. [8] Ein Enkelkind
Johann Heinrich Stumms verheiratete sich mit dem Oberbergrat Heinrich
Böcking. 1839 trat die Familie Böcking in den Besitz der Hütte. Damals setzte
sich das Werk folgendermaßen zusammen: 1 Hochofen, 1
großer und ein kleiner Hammer, 1 große Poliertrommel, 1 Schlackenpoche, 1
Sandmühle, 1 Putzhaus, 1 Vorratsraum für Schmiedeeisen, 1 Lagerhaus für
fertige Waren. Auf dem großen Hammer wurden die mächtigen Eisenblöcke, die
größtenteils von auswärtsbezogen und
Masseln genannt wurden, verarbeitet. Die große Poliertrommel, die im
Volksmund „Rumpel“ hieß wegen des ohrenbetäubenden Lärmes,den sie machte,
diente zum polieren der Schrapnell-Kugeln. Gegenüber der
„Rumpel“ stand die Schlackenpoche, die unter nicht minder lautem Gepolter die
Hochofenschlacke zu Mauer- und Wegesand klopfte. Die Sandmühle sorgte für den
feinen Sand, den die Former gebrauchten. Eine sonderbare Einrichtung war die
„Katz“. Sie diente dazu die dicken
Eisenblöcke zu zerkleinern und bestand aus drei pyramidenförmig aufgestellten
starken Balken, an deren Kreuzungspunkt ein Flaschenzug befestigt war, mit
Hilfe dessen eine gewaltige Eisenkugel hochgezogen wurde. Nun brachte man
einen Eisenblock darunter und ließ die Kugel darauffallen. Im Putzhaus wurden
die fertigen Waren mit Drahtbürsten und Feilen gereinigt. Hier begann die
Laufbahn der Lehrbuben. Auch die
Gebrüder Böcking bezogen ihr Erz aus den Gruben von Schwarzenbach,
Reichenbach und Buhlenberg. Vor Buhlenberg verrät ein trichterförmiges Loch
in einer Wiese, wo früher der Schacht in die Tiefe führte . Etwa 200 Arbeiter
wurden in den sechziger Jahren (Anm.d.Red. 1860>)
auf der Hütte beschäftigt. Damals war Abentheuer viel größer als
heute. – In der Zeit von 1848-1871 wurde sehr viel Munition hier gemacht. In ruhigeren
Zeiten aber waren es andere Dinge, die in unserem friedlichen
Hochwalddörfchen hergestellt wurden. Wagenachsen, Öfen, kunstvolle
Ofenverzierungen, Töpfe aller Art, zierliche Rauchtische mit Servicen usw.
wanderten in die Welt. Die Sachen sind altväterlich und unterscheiden sich
sehr vorteilhaft von der heutigen alltäglichen Fabrikware. Nach 1870
wurde der Betrieb infolge des Übergangs vom Holzkohlen- zum
Koks-Hohofenbetrieb und vom Frischfeuer- zum Puddelofenbetrieb mehr und mehr
eingeschränkt, und 1875 rauchten die Schornsteine zum letzten Male auf der
Abentheurer Hütte; die Besitzer siedelten nach der Halberger-Hütte bei
Saarbrücken über. Wenn heute
der Wanderer von Hujets-Sägemühle
herkommend sich dem Dörfchen Abentheuer nähert, dann erfreut ihn die
stattliche Zahl wohlgenährter Kühe und Rinder, die auf den zahlreichen
Weideplätzen des Gutes gehen und behaglich das saftige Gras fressen. Eine
tiefe Stille lagert über dem gut gepflegten Parke mit seinen zwei schönen
Weihern. Unter unseren Füssen rauscht das Wasser durch die unterirdischen
Kanäle, das ehedem die Räder trieb. Wo früher der kunstvolle Sandformer, der
rußige Schmied, der entblößte Hochofenarbeiter wirkten, sieht man Getreide-,
Futter- und Holzvorräte lagern, zwischen denen sich Hühner und Enten
tummeln. Wo früher glühende Asche
abgeladen wurde, da gehen heute behaglich grunzende Schweine auf dem Miste.
Statt des Zischens, Brodelns, Ratterns und Schlagens hört man das Wiehern
munterer Pferde, das Brüllen der Kühe
und das Klingen der Sense. Nur einige halbzerfallene Werkstätten,
zahlreiche alte Wasserräder, eine Kammer mit Kisten und Kasten voll alter Geschäftsbriefe und das aus
gewaltigen Mauern zusammengefügte Lagerhaus erinnern noch daran, dass hier
ehedem eine blühende Industrie Hunderten von Menschen Arbeit und Brot gab.
Wenn du aber einen der Buben da drüben an der Brücke fragst, woher er sei, so
antwortet er dir: “Von der Hütt!“ |

[1] Zu
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Abentheuer
[2] Meister Welsch stirbt am 1.4.1607 bei seinem Schwiegersohn in
Rinzenberg 78-
jährig. Um 1530 geboren, gehört er auch zu den ersten Arbeitern auf der
Eisenhütte.
Könnte er nicht sogar identisch sein mit dem Kaspar, der.. , 1558
die Eisenhütte
erworben haben soll und sie angeblich
verkommen ließ?
4 Es besteht die Möglichkeit,
des er der Vater der bekannten Geschwister Johannes,
Hans Caspar und Katharina Eisenschmidt sein könnte
[5] Hier
befand sich eine Dorfschmiede, die u.U. fälschlicherweise als Eisenwerk
bezeichnet wird
[6]
Hauzeur war es erlaubt auf Niederwild zu jagen. Ein damals
ausserordentlichens
Privileg
[7] (Anmerkung des HVA: Die folgende wörtliche
Wiedergabe einer Ausarbeitung wurde uns als
Fotokopie aus einem Geschichtsbuch des
Jahres 1930 für Schulen des Landkreises
Birkenfeld überlassen. Leider sind uns
nähere Angaben insbesonders zum Verfasser nicht
bekannt. Sollte jemand im Besitz dieses
Buches sein, so bitten wir herzlichst darum mit uns
in Kontakt zu treten. )
[8]
Fragen Sie mal Ihren Förster was für eine Menge Holz 16 400 Raummeter
sind! Schaut man
sich das Alter des Waldes im
Jahre 2002 an, kann man sich gut vorstellen, dass zu Zeiten
der Eisenverarbeitung in unserer Gegend kein Wald mehr war, weil alles zur Holzkohle-
gewinnung gebraucht wurde.