Konzert der Sängervereinigung Abentheuer
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Viel Neues gab es beim 1. Konzert der Sängervereinigung Abentheuer im Abentheuerer-Haus zu bestaunen. Zunächst war da der Zuspruch, den diese Veranstaltung gefunden hat. Deutlich mehr als die paar Hüttner, die sonst Konzerte in Brücken besuchten, waren unter den Zuhörern. Neu war sicherlich auch die Form des Liedgutes, welches von den Chören der SVA vorgetragen wurde. Passend zum Auftakt des Konzertes sang der Gemischte Chor das Lied „von fern klingt leise eine Melodie“. Mit auffallender Leichtigkeit gesungen, war dieser Beitrag ein schöner Einstieg in den Konzert Abend. Das Lied „die zertanzten Schuhe“ wurde sehr rhythmisch vorgetragen, wobei die sehr fein ausgesungen Tempiwechsel auffielen. Zusammen mit der Solistin Nina Weiand trugen die Sängerinnen und Sänger dann „Love is a sunshine – Liebe ist unendlich“ vor. Diesem englisch-deutsche Wechselgesang lauschten die Zuhörer mit aufmerksamer Stille. Es folgte der Männerchor mit den Liedern „ Morgen Mathilda“, "All night all day“ und „Arcobaleno“. Sehr auffallend waren dabei insbesonders die Soli von Rudi Quack, dessen sonore Stimme auch auf den hinteren Plätzen des Saales deutlich zu verstehen war. Die Lieder „Morgen Mathilda“, eine Variation eines australischen Volksliedes, sowie „Arcobaleno“ (ital. Regenbogen) trug der Männerchor ebenso sicher wie stimmlich überzeugend vor. Nach diesem musikalischen Entree, nahm der Vorsitzende des Kreischorverbandes Birkenfeld, Herr Walter Winkler die Ehrung verdienter Sängerinnen und Sänger vor. Für 25 Jahre aktiven Chorgesang wurden Ingrid Mörsdorf, Ulla Rauber, Ulla Goldt sowie Klaus Goldt geehrt. Weiter im Programm ging es mit dem MGV Meckenbach. „Schäfers Sonntagslied“ trugen sie sehr fließend vor und die Wechsel der textführenden Stimmen gelang ihnen sehr, sehr gut. Auch die anderen beiden Vorträge „Swanee River“ und „Mädchen vom Lande“ wurden auf hohem Niveau präsentiert. Der MGV Nohfelden folgte mit den Liedbeiträgen: „Waldeserwachen“ , „Ave Maria der Berge“ uns „La bella rosa“. Wurde das erste Lied noch etwas tenorlastig vorgetragen, so waren die beiden folgenden stimmlich ausgewogen. Gerade das „Ave Maria der Berge“ belohnten die Zuhörer mit begeisterndem Beifall. Als letzter Chor vor der Pause präsentierte die Liedertafel Züsch „Aus der Traube in die Tonne“, „Das Lied der Berge“ und „Hans Beuteler“. Die 12 Männer dieses Chores zeigten die beste Leistung des Abends. Sie trugen die Lieder mit viel Begeisterung vor. Vor allem Ihnen galt lang anhaltender Applaus. Den Auftakt zum zweiten Teil des Konzertes machte der MGV Meckenbach mit „Riport a me“, „o du schöner Rosengarten“ und „ zum Abend“. Diese Liedbeiträge wurden ebenso stimmungsvoll wie melodisch sauber vorgetragen. Jetzt kam die Liedertafel Züsch zu ihrem zweiten Auftritt. Mit „Mala Moja“, „La Morettina“ und „Abendfrieden“ trugen sie Lieder vor, die scheinbar für diesem Chor in die Stimme geschrieben wurden. Die Übergänge der melodieführenden Stimmen waren deutlich zu hören und die Wechsel in der Lautstärke gaben insbesonders dem Abendfrieden einen ganz starken Ausdruck. Der Lohn war die nachdrückliche Aufforderung für eine Zugabe. Mit den Liedern“ Der trunkene Seemann“, „der Lumpenmann“ und „ein kleines Malheur“ stand dann erneut der MGV Nohfelden auf der Bühne. Bei dem Lied Lumpenmann sangen sie die vorgegebenen Dissonanzen in allen Stimmen sehr sauber. Als Zugabe erfreuten sie das Publikum darüber hinaus mit “Seemann, lass das träumen“ Der
Abschluß des Abends gehörte dann den Chören der Sängervereinigung
Abentheuer. Der gemischte Chor brachte „Klinge lieblich, klinge sacht“ und
„Liebesreigen“ zu Gehör. Der Männerchor griff auf zwei Klassiker seines
Liedgutes zurück. Mit „Auf nach Budapest“ und „Wolga“ setzten sie einen
überzeugenden Schlußakkord. Zusammenfassend kann man sagen, dass an diesem Abend sehr guter Chorgesang geboten wurde. Das Abentheurer-Haus bestand seine Feuertaufe hinsichtlich der Akkustik für Chorvorträge. Der Service war sehr gut . Als regelmäßiger Besucher von Konzerten der SVA gefiel mir besonders der Wechsel im Liedgut bei beiden Chören. Ulrich JOERG |