Abentheuer in der Rhein-Zeitung
Ausgabe Nahe-Zeitung
1999
 Aus der  Rhein-Zeitung   ....
 vom 30. Dezember 1999
Die einst stabilste Steuersäule bröckelt
 vom 20. Dezember 1999
Meisterhaftes Zusammenspiel von Flöte und Orgel
vom 04. Dezember 1999
Adventskonzert mit hochkarätigen Solisten
vom 25. November 1999
Hütte als Übergangslösung
vom 20. Oktober 1999
ZUR PERSON   Joachim Mörsdorf

Die "Lady" quittiert den Dienst
am 9. Oktober 1999
Der letzte Soldat verlässt "Erwin"
vom 04. Oktober 1999
IM DETAIL    Die Siegermannschaften
vom 17. September 1999
"Abenteuer in Abentheuer" 
vom 10. September 1999
Kälbchen kam auf die Welt
vom 08. September 1999
Auf den Spuren von Fred Feuerstein
vom 30. August  1999
Der neue "OB" von Abentheuer setzt auf Teamwork
vom 24. August  1999
Abentheuers Alt-Ortsbürgermeister Günther Jörg vermisste in den letzten zehn Jahren die Harmonie
vom 05. August 1999
Flöte und Tabla trugen in neue Klanggefilde
vom 16. Juli  1999
FEIERTAG  Ehrungen bei der Sängervereinigung


Die Abschiedshymne war das Sahnehäubchen

An der Traun entlang wandern
vom 21. Mai  1999
ULA erstellte Liste
vom 17 Mai 1999
Die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten Abentheuer feierten dessen 25jähriges Bestehen mit
einem Indianer-Fest an der Trauntalhütte
vom 22. März 1999
Disziplin im Dienst Ehrensache
vom 10. Februar 1999
Neues aus der Bütt bei der Sängerfastnacht
Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 30. Dezember 1999

Die einst stabilste Steuersäule bröckelt
    Abentheuer leidet unter massiven Einbußen bei der Einkommensteuer

Noch vor einem Jahr hatte die Experten der Gemeinde Abentheuer mittelfristig eine "freie Finanzspitze" von 15 000 bis 20 000 Mark prognostiziert. Nun hat die  raue Wirklichkeit die Kommune eingeholt.

ABENTHEUER. 19 250 Mark müssen aus dem 2000er Vermögens- in den Verwaltungsetat der Gemeinde Aben~theuer fließen, um diesen auszugleichen. Zwar sind für das dritte Jahrtausend bessere Perspektiven erkennbar, große  Projekte aber utopisch.

Die Hauptursache der drastischen Verschlechterung liegt in der gesunkenen Steuerkraft, legte Verbandsgemeinde-Amtmann Jürgen Kraus dem Gemeinderat  dar: Beim Einkommensteueranteil sind massive Einbußen zu beklagen - er verringert  sich von 219 300 auf 198 900 Mark.

Während sich das geringe Gewerbesteueraufkommen auf 6400 Mark verdoppelt,wachsen die Einnahmen aus den Grundsteuern von 46 000 auf 
48 000 Mark: Weil  das Land die Nivellierungssätze anhob, nach denen Umlagen und  Schlüsselzuweisungen berechnet werden, zog der Gemeinderat nach. Darüber hinaus speisen 2400 Mark Umsatzsteueranteil, 1500 Hundesteuer, 13 600  Familienleistungsausgleich und 149 400 Mark Schlüsselzuweisungen das Budget.

Verzögerte Auswirkung

Der Einbruch bei der Einkommensteuer wirkt sich erst 2001 auf die Umlagen aus,  so dass an Landkreis und Verbandsgemeinde 11 000 Mark mehr allgemeine Umlagen als 1999, nämlich 337 500 Mark, abzuführen sind. In den Fonds Deutsche Einheit zahlt Aben~theuer 4300 Mark ein. Auf 1500 Mark wurde die  Gewerbesteuerumlage ermittelt. Das Eltwerk zahlt 23 100 Mark Konzessionsabgaben.

Dass zur Ausfinanzierung der Dorfchronik 26 000 Mark benötigt werden,  verschärft die Haushaltslage. Die Gesamtkosten betragen 45 000 Mark. Auf der  Einnahmenseite stehen 4000 Mark vom Verein für Heimatkunde, 2500 von der  Kurt-Becker-Stiftung und ein Landeszuschuss von 2000 Mark. Der Verkauf von  250 Exemplaren würde 10 000 Mark erbringen.

12 000 Mark werden für die Unterhaltung der Gemeindestraßen, 21 400 Mark für die Oberflächenentwässerung eingesetzt. Die Straßenbeleuchtung erfordert 19 200  Mark - 5100 Mark weniger als in diesem Jahr. Der Friedhof verursacht Aufwendungen in Höhe von 4000 Mark; an Benutzungsgebühren werden 1500 Mark erwartet. Auf 400 Mark vermindert sich das Defizit der Trauntalhütte. Für die Ortsverschönerung wurden 3000 Mark bereitgestellt.

Bei den Mietwohnungen übertreffen die Einnahmen von 51 800 Mark die Ausgaben um 10 600 Mark. Die Jagdgenossenschaft (1700 Mark) und Beiträge  von 35 je Hektar (2900 Mark) sorgen für die Unterhaltung der Wirtschaftswege. Auf 28 900 Mark beziffert sich die Kindergartensonderumlage. Weil zu den 47 000 Mark, die die allgemeine Rücklage gegenwärtig enthält, voraussichtlich weitere  40 000 Mark kommen, ist die für 2000 geplante Entnahme von 35 250 Mark  problemlos möglich. (ks)

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Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 20. Dezember 1999

Meisterhaftes Zusammenspiel von Flöte und Orgel
 

Das von der Sängervereinigung Abentheuer veranstaltete Adventskonzert in der voll besetzten Achtelsbacher Dorfkirche kam gut an. Es überzeugte Dr. Elisabeth Philipps mit ausgewogener und geschulter Sopranstimme. Die noch sehr jungen Flötistinnen der Kreismusikschule (Christina Arend, Nina Weiand und Ina  Kronenberger) spielten mit erstaunlicher Konzentration und Leichtigkeit. Meisterhaft beherrschtes Zusammenspiel von Orgel und Querflöte boten Thomas  Dietrich und Eva-Maria Mörschbächer. Sie zauberten eine nicht alltägliche konzertante Stimmung in der Dorfkirche. Beide Chöre beeindruckten durch präzise Einsätze und einfühlsame Vorträge. Die Gesamtleitung hatte der Chorleiter der Sängervereinigung, Stefan Mörschbächer.      Eiler

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 04. Dezember 1999

Adventskonzert mit hochkarätigen Solisten

ABENTHEUER. Die Sängervereinigung veranstaltet am Sonntag, 5. Dezember, 17 Uhr, in der alten Dorfkirche in Achtelsbach ein Konzert "Festliche Musik zur Advents- und Weihnachtszeit", das die in Ungarn gebürtige Sopranistin Dr. Elisabeth Philipps bereichern wird.

Auch Thomas Diedrich, Organist der Dreifaltigkeitskirche in Neumagen-Dhron, und die Eva Mörschbacher (Querflöte) aus Malborn und ein Blockflötentrio werden die Chöre der Sängervereinigung unterstützen.

Dabei soll die besondere Akustik der alten Achtelsbacher Dorfkirche mit ihrer aus dem Jahr 1893 stammenden "Oberlingerorgel" genutzt werden. Der Eintritt ist frei.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 25. November 1999
 

Hütte als Übergangslösung
 

Gemeinderat von Abentheuer berücksichtigt bei der Gemeinschaftshaus-Planung einen Jugendraum
 

Nach zahllosen Beratungen ohne konkrete Ergebnisse gelang dem Abentheuerer Gemeinderat in seiner vierstündigen Sitzung am Dienstag ein Schritt in Richtung  Jugendraum: An der Einfahrt zum Neubaugebiet soll eine Schutzhütte gebaut werden.

Von Karsten Schultheiß

ABENTHEUER. Die Kinder und Jugendlichen in die Dorfgemeinschaft zu  integrieren, werde im nächsten Jahr wichtigstes Thema der Dorferneuerung, betonte  Ortsbürgermeister Klaus Goldt. Zunächst sah es aber so aus, als nähere sich der  Gemeinderat der Einrichtung eines Jugendraums wieder einmal keinen Deut. Für das an der Ecke Schulweg/Waldstraße angedachte Container-Vorhaben gab's keine Genehmigung - und sie wäre laut Goldt ohnehin "nur ein Behelf" gewesen.

Nur Provisorien möglich
6000 Mark, die schon 1999 eingeplant waren, stehen im Budget 2000 erneut als Zuschuss an den Jugendförderverein für einen Jugendraum im Ansatz. Aber für diesen Preis sind nur Provisorien zu haben, wie "OB" Goldt an einem Beispiel, dem Kindergarten-Dachboden, deutlich machte: Als vor einigen Jahren die Bildung einer dritten Gruppe angedacht wurde, wurden die Kosten auf 180 000 Mark geschätzt  - und hinzu kämen bei einem Jugendraum die sanitären Anlagen, merkte Christoph Giebel an.

Nicht gerade verheißungsvoll begann die Diskussionsrunde, zu der jedes  Ratsmitglied einen Beitrag leisten sollte: Einige hatten gar nichts zu sagen, andere  wenig. Für "absurd" hielt Thomas Geibel die Idee eines Anbaus an die  Trauntalhütte, ehe Gert Rüter Klartext redete: "Wir drücken uns um das Problem  herum." Nach dem Container-Aus müsse der Gemeinderat eine Alternative  aufzeigen. Ideal wäre, den Jugendraum in ein Dorfgemeinschaftshaus zu integrieren  - doch dessen Realisierung lasse mindestens fünf Jahre auf sich warten: "Das  können wir den Jugendlichen nicht zumuten." Rüters Antrag, bei der Planung eines  Gemeindehauses - dafür sind im 2000er Etat 10 000 Mark veranschlagt - einen
Jugendraum zu berücksichtigen, fand einhellige Zustimmung. Allerdings scheiterte sein Vorstoß für eine "Übergangslösung" in oder an der Trauntalhütte mit 4:6  Stimmen. Der Hauptgrund für das negative Votum: Konflikte mit den Nutzern der Hütte seien programmiert.

Kaum Beifall bekamen andere Standorte, und der Ortsbürgermeister bot sich an, gemeinsam mit dem Jugendförderverein mit Unterstützung von außen ein Konzept  auszuarbeiten. Plötzlich unterbreitete Theo Gaukler den Vorschlag, an der Einfahrt  zum Neubaugebiet, wo der Bebauungsplan einen Spielplatz vorsieht, eine  Blockhütte zu errichten. Ein Zaun entlang dem Bach sei erforderlich, meinte Klaus Goldt und riet, auch die Winterzeit ins Auge zu fassen. Werde das Häuschen nicht als Jugendraum deklariert, seien Toiletten, Heizung und Beleuchtung kein Muss,  war der Tenor. "Dann kann ja jeder seine Taschenlampe mitbringen", scherzte  Klaus Giebel. Bei drei Enthaltungen billigte der Rat den Gaukler-Antrag.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 20. Oktober 1999

ZUR PERSON  Joachim Mörsdorf stammt aus Abentheuer

Oberst Joachim Mörsdorf ist in Abentheuer geboren und besuchte das Gymnasium  in Birkenfeld. 1959 - nach dem Abitur - verließ er das Elternhaus. Nach einer  Pilotenausbildung bei der Bundesluftwaffe flog er für die Luftraumüberwachung der  NATO, bis er Chef der Flugbereitschaft in Köln/Bonn wurde. Mörsdorf, der in der Nähe von Bonn lebt, hat den Kontakt in seine Heimat nie abreißen lassen. Auch den Dialekt beherrscht er noch. Alle zwei bis drei Monate besucht er Abentheuer  und Birkenfeld, wo er sich in der Stefan-Morsch-Stiftung als Mitglied im Kuratorium engagiert. 

Die "Lady" quittiert den Dienst

Die Boeing 707 der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministers flog deutsche Polit-Prominenz   rund um den Erdball

Abschied vom Militärdienst nehmen Oberst Joachim Mörsdorf und die Boeing 707:  Der Kommandeur der Köln/Bonner Flugbereitschaft geht in den Ruhestand,  mit ihm verlässt auch das letzte Exemplar des legendären Flugzeugtyps die Flotte des  Lufttransportgeschwaders.

ABENTHEUER. Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und der unermüdliche  Ex-Chefdiplomat Hans-Dietrich Genscher nahmen ihre Dienste oft und gern in  Anspruch. Aber auch die Amtsnachfolger Gerhard Schröder und Joschka Fischer stehen im (Flug)-Meilensammeln in nichts nach. Gehen Bundeskanzler, Bundespräsident oder Minister auf ferne Staatsvisite, jettet Deutschlands Politprominenz nicht etwa in First-Class-Sesseln der Lufthansa um den Erdball - die staatlichen Würdenträger besteigen vielmehr die nobel ausgestatteten Flugzeuge der Flugbereitschaft.

Flugbereitschaft des Bundesministers der Verteidigung, heißt das Lufttransportgeschwader mit Sonderaufgaben, das 1957 von Franz-Josef Strauß
aus der Taufe gehoben wurde, im Beamtendeutsch. Seit 1968 bildet die Boeing  707, die über 170 Plätze und eine Reichweite von 9400 Kilometern verfügt, das Rückgrat auf den Langstrecken der Transportflieger. Doch das Aus naht: Nach 144 Millionen Flugkilometern, was etwa 3428 Flügen um die Erde entspricht, heißt es im NovemberAbschied nehmen für den legendären Flugzeugtyp.

Als der Airbus zur Luftwaffe kam, rutschte die elegante Boeing bei Passagieren und Besatzung recht schnell auf Platz zwei in der Beliebtheitsskala. Wenn auch die 707 technisch zwar nach wie vor voll und ganz zufriedenstellt, entspricht sie wirtschaftlich nicht mehr den Geboten der Zeit.

Mit der Boeing 707 ist auch ein Stück deutscher Geschichte verbunden: So erinnert sich Ex-Bundeskanzler Kohl besonders gern an den Rückflug vom Kaukasus, wo im Juli 1990 bei der Begegnung mit Präsident Michail Gorbatschow der Weg zur deutschen Einheit geebnet wurde.

Von den ehemals vier Boeing 707-320C der German Airforce, hat die mit der Kennung 10+03 (August Euler) am längsten ausgeharrt. Der Verkauf in die USA, wo die 707 dann als Cargo-Flieger eingesetzt werden soll, sei schon so gut wie perfekt, erzählt Oberst Joachim Mörsdorf. Der Kommandeur der Köln/Bonner Flugbereitschaft ist mit annähernd 8000 Flugstunden - der größte Teil davon auf  dem Vierstrahljet - selbst ein 707-Urgestein.

Oberst Joachim Mörsdorf und das einzig nochverbliebene Exemplar der 707 verbindet, dass beide gemeinsam den Hut nehmen werden. Mörsdorf wechselt in den Ruhestand, die 707 nur den Eigentümer und fliegt - wenn auch in anderer  Verwendung - bestimmt noch einige Jahre weiter.

Eines ließ sich der Flottenchef nicht nehmen: Einen der letzten Flüge der Boeing 707 auf der Luftwaffen-Hausstrecke von Köln/Bonn nach Washington D.C. verbringt er  genau da, wo er die meiste Zeit seines Fliegerlebens saß - im linken Pilotensitz.  Zusammen mit dem ebenso 707-erfahrenen Kommandanten, Oberstleutnant Günter  Fiedler, steuert er die "good old Lady" ein letztes Mal selbst.               Ludwig Hoff

Aus der RHEIN-ZEITUNG vom 9.Oktober

Der letzte Soldat verlässt "Erwin"
 

Abschied nach 13 Jahren: Stabsfeldwebel Rudolf Quack erlebte die "Blütezeit" und den Niedergang des Bunkers Börfink
 

Von der Verabschiedung eines Stabsfeldwebels nahm im Bunker Börfink vor zehn  Jahren kaum jemand Notiz, versahen dort doch täglich Dutzende Offiziere ihren Dienst. Aber der Abgang von Stabsfeldwebel Rudolf Quack bedeutet eine Zäsur:  Mit ihm verlässt der letzte Luftwaffensoldat die einstige Kommandozentrale.              Von Karsten Schultheiß

BÖRFINK. Längst hat "Erwin", einst mit 6000 Quadratmetern Arbeitsfläche einer der wichtigsten Bunker Europas, den größten Teil seiner Bedeutung eingebüßt. In  Krisensituationen hätten Generäle den Gefechtsstand bezogen, zu Friedenszeiten mit Obristen und 150-köpfigem Gefolge als Statthaltern. Insgesamt wirkten in  Börfink rund 400 Soldaten und Zivilisten, für bis zu 700 Personen war die 1964 eröffnete Anlage konzipiert.
Für die Nato galt sie als unverzichtbar. 90 Millionen Mark wurden noch Anfang der 90er Jahre in einen neuen Energiebunker investiert - in den Augen vieler Kommunalpolitiker eine gigantische Verschwendung, denn die Räumung von  "Erwin" schien vor Ende der Bauarbeiten beschlossene Sache zu sein.

In der Tat ging ein Licht nach dem anderen aus, die Radarführungsabteilung und die  Kriegshauptquartiere wurden aufgegeben. Allerdings liefert die Radarstellung  Erbeskopf weiterhin Daten, die per Ferndatenleitung genutzt werden.
Rudolf Quack erlebte in seinen 13 Jahren in Börfink die "Blütezeit" als  Nato-Schaltzentrale ebenso mit wie den Niedergang. Verrotten sollte der Bunker nicht, deshalb war eine "Stillstandswartung" mit zwölf Zivilbediensteten geplant.Doch die hätte aus Quacks Sicht wenig Sinn gemacht: "Die Substanz ist sehr gut und muss erhalten werden." Im Spannungsfall würde sie dem Bundesheer zur Verfügung stehen.
Nicht einmal ein Zwanzigstel von früher betragen die Unterhaltungskosten im  jetzigen reduzierten Betrieb: "Wir drehen jede Mark dreimal um", versichert Quack. Mittlerweile gibt es wieder 30 Dienstposten - davon die Hälfte für die Feuerwehr,  die über den Bunker hinaus Aufgaben im vorbereitenden Brandschutz wahrnimmt. Daneben sind Energieanlagenelektroniker, Klimatechniker und Dieselmechaniker im Einsatz. "Diese Stärke ist nötig, damit in einer Krise das hinzustoßende Personal schnell eingewiesen werden kann", betont Quack.
Sicherlich vermutet manch einer, in den letzten Jahren hätte er eine ruhige Kugel schieben können. "Ich war mehr als ausgelastet", widerspricht der Abentheuerer. Seine Motivation war ungebrochen: "Ich sah einen Sinn in meiner Arbeit", sagt  Quack, den ein Stabsfelswebel vom Heer ablöst. Somit ist die 35-jährige  Verbindung Bunker Börfink - Luftwaffe zu Ende.

             nach obenAngelegt am 9. Oktober 1999 00:02 von www
Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 04. Oktober 1999

IM DETAIL    Die Siegermannschaften

Bei den Gruppenwettkämpfen waren die Männer um Wehrführer Willi Scherer aus  Rimsberg wieder um eine Nasenlänge voraus und erreichten in 151 Sekunden  souverän den ersten Platz. Es folgten Oberhambach (180),  Sonnenberg-Winnenberg (182), Abentheuer (236) und Buhlenberg (302). Bei den  Staffeln lag die Wehr aus Hoppstädten-Weiersbach in 90 Sekunden vorn, erhielt  neben dem Pokal auch den Wanderpokal. Auf den Plätzen lagen Birkenfeld (101),  Siesbach (108), Schwollen (126) und Niederbrombach (176).

         nach oben Angelegt am 4. Oktober 1999 00:02 von www
Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 17. September 1999
 

"Abenteuer in Abentheuer"  Ein amerikanisches Brautpaar kam eigens in den Hunsrück, um
sich typisch deutsch trauen zu lassen
 

1982 träumte die damals 14-jährige Tammy Matuck, die heute in der  US-Hauptstadt Washington wohnt, einmal im Landgasthof "La Cachette" in
 Abentheuer zu heiraten. Nun machte die Amerikanerin nach fast 17 Jahren ihren  Traum wahr und lud zu einer typisch deutschen Hochzeit in "Good old Germany"  ein.

Von Stephan Seiler

ABENTHEUER. Was seltsam klingt, hat einen plausiblen Grund: Anfang der 80er  Jahre lebte die Familie Matuck für zweieinhalb Jahre in Aben~theuer. Der Vater  war in der Region als Computerfachmann tätig.

Damals war die kleine Tammy derart beeindruckt von der Atmosphäre des "La Cachette", dass sie beschloss, ihre Hochzeit an diesem idyllischen Ort zu feiern. Seit der Heimkehr in die USA war sie nicht mehr in dem Hunsrück-Dörfchen gewesen. Doch vergessen hat sie diesen Platz nie. Sonst hätte sie ihn wohl kaum nach all den  Jahren aufgesucht, um ihren "Traumprinzen" David Jontz zu ehelichen. Mit  20-köpfiger Begleitung wagte das Paar die Reise über den Atlantik und erlebte eine  typisch deutsche Hochzeit. Mit erheblicher Verspätung kamen die beiden erst drei  Stunden vor der Heirat mit dem Zug in Neubrücke an. Einige Airlines hatten ihre  Flüge wegen des Unwetters in den USA gestrichen, so dass der ganze Aufwand beinahe vergebens gewesen wäre.

Gerade rechtzeitig fanden sich die Brautleute in der katholischen Kirche in  Birkenfeld ein, wo Pastor Walter Weber das von einer zweitägigen Odyssee durch  Flughafen-Terminals gestresste Paar auf Englisch traute. Die Zeremonie gefiel den   frisch Vermählten besonders: "In Deutschland steht das Sakrament der Ehe im  Mittelpunkt, während in Amerika das Drumherum dominiert", urteilte David und  freute sich über die gelungene Feier. Doch damit nicht genug. Die Besitzer des "La Cachette", die Familie Dickheiwer, steht schon seit Jahren mit den  Ex-Abentheuerern in Kontakt. Sie planten drei Wochen lang jedes Detail der Heirat.

Abstecher nach Italien
Mit der Kutsche ging es nach Abentheuer, wo das Brautpaar vom Holzpflocksägen  bei Drehorgelmusik über ein zünftiges Sechs-Gänge-Menü bis hin zum Tanz im  Biergarten alles erwartete, was "durch und durch deutscher Brauch" ist, wie die Hausherrin verrät. So waren Tammy und David sehr angetan vom Ideenreichtum der Deutschen und genossen sichtlich jede Einzelheit des Fests. David, der zuvor noch nie in Deutschland war, war von der Idee seiner Frau denn auch begeistert: "Just do it" - "Tu es einfach", war seine Reaktion, die er nun keineswegs bereute.

Bei der Gelegenheit hat der 27-jährige Informatiker auch gleich die Chance, seine  Verwandten in Italien zu besuchen - im Rahmen der sechswöchigen Hochzeitsreise durch Europa. Seine 31-jährige Gattin staunte nicht schlecht: Selbst Ortsbürgermeister Klaus Goldt kam, um sich das Spektakel anzusehen und zu   gratulieren.
Und für die mitgereisten Angehörigen der beiden hat sich der ungewöhnliche   Kurz-Trip auch gelohnt. Das "Unternehmen Abentheuer wurde so zu einem echten Abenteuer", erklärt die Brautmutter Carol Matuck, ohne sich des Wortwitzes im  Deutschen bewusst zu sein. 

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 10. September 1999

Kälbchen kam auf die Welt

ABENTHEUER. Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens Abentheuer folgten  der Einladung von Andreas Thiel, einen Bauernhof in Abentheuer zu besuchen.Während der Vater des Kindes, Harald Thiel, die interessierte Kinderschar und ihre Begleitung auf dem Bauernhof herumführte und vieles erklärte, kam gerade ein Kälbchen zur Welt, das nach der Geburt von vielen staunenden Kindern begrüßt wurde. Gerne wurde auch die Einladung zum Grillen angenommen, und man machte sich nach dem Essen mit vielen Eindrücken auf den Heimweg.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 08. September 1999

Auf den Spuren von Fred Feuerstein
Kinder und Jugendliche begaben sich in die "Steinzeit" und  hatten viel Spaß am tollen Programm
 

ABENTHEUER. "Steinzeit" war das Motto des diesjährigen Zeltlagers des Jugendfördervereins Abentheuer, nachdem die Kinder und Jugendlichen in den  Vorjahren Indianer, Piraten und Ritter waren.

Nachdem der Aufbau der Zelte an der Mohohu-Hütte an der Bleidenbach erledigt  war, fand die Einstimmung in das Thema im Museum Birkenfeld statt. Die Organisatoren hatten sich wunderbar auf die jungen Abentheuerer eingestellt und sogar das Arbeiten mit steinzeitlichem Werkzeug ermöglicht. Animiert von der  Führung im Museum wurden im Lager Keulen, Faustkeile, Steinketten und  Tonfiguren hergestellt, und dann auf den Spuren von Fred Feuerstein und Barny  Geröllheimer ein Steinzeitauto gebaut, das jedermann bei dem Fastnachtsumzug 2000 in Buhlenberg wird bewundern können.

Die steinzeitlichen Sammler und Jäger schulten dann noch Auge und Gehör bei einer  Nachtwanderung, wurden jedoch mehrfach von schrecklichen Gespenstern gestört. Das Mammutspiel am Morgen des Sonntags forderte alle Fähigkeiten der Kinder  und Jugendlichen heraus: zum Beispiel mit im Wald gesuchten Naturfarben das  Wappen von Abentheuer zu malen, oder ohne technische Hilfen geduldig ein Feuer zu entfachen.

Auf offener Flamme köchelte zwischenzeitlich die Steinzeitsuppe nach überlieferten Rezepten, die die Kräfte für das traditionelle Fußballspiel "Alt gegen Jung" mobilisierte. Der Sieg der Jugend in Höhe von 8:6 wurde von doch recht wütenden Protesten der Älteren bezüglich der Leistung und Objektivität des 17-jährigen Schiedsrichters begleitet.

Ein aktives Wochenende der jungen Abentheuerer im Alter von vier bis 18 Jahren  ging so zu Ende. Unterstützt hatten sie die Ortsgemeinde , das Kreisjugendamt Birkenfeld, die Firmen St. Wendeler Volksbank, Thomas-Bau, Ferienpark Hambachtal und Diamant-Quelle, sowie die Eltern und jungen Erwachsenen im Dorf mit ihrem Engagement. 

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 30. August  1999

Der neue "OB" von Abentheuer setzt auf Teamwork
Klaus Goldt engagiert sich in vielen Vereinen und sieht kein Problem darin, dass seine Wählergruppe in der Minderheit ist

ABENTHEUER. Obwohl er neben dem Posten des Ortsbürgermeisters eine Reihe weiterer Ehrenämter bekleidet, befürchtet Klaus Goldt nicht, sich zu verzetteln: "Ich  bin nicht der Typ, der sich vor dem Fernseher entspannen kann. Deshalb habe ich  mehr Zeit als andere." Aktiv sein - das ist seine Devise.

Der 46-Jährige steht der Sängervereinigung Abentheuer, der Sängergruppe Birkenfeld I, dem Förderverein der Grundschule Brücken und dem
CDU-Ortsverband Brücken vor. Im Gemeinderat hätte die Harmonie nach Ansicht des bisherigen Dorfoberhaupts Günther Jörg im letzten Jahrzehnt besser sein können. Hingegen findet Goldt, auch wenn er "persönliche Reibereien" nicht leugnen  will: "Der Rat arbeitete immer gut zusammen." Nach wie vor ist die von ihm  angeführte Unabhängige Liste Abentheuer mit fünf Stimmen (plus die des "OB") in  der Minderheit - gegenüber sieben Mandaten der Wählergruppe Giebel, die die beiden Beigeordneten stellt. Dies sei für ihn kein Problem: Ein Lager-Denken habe es nie gegeben.

Der Familienvater, der gerne mit Gattin und den beiden Söhnen Rad und Ski fährt,  preist die ausgewogene Verteilung der Ratsmitglieder auf Alters- und Berufsgruppen und ihre Kompetenz: "Auf beiden Listen standen gute Kandidaten - und entsprechend viele Wähler panaschierten." Auch wenn Goldt seit zwei  Jahrzehnten der CDU angehört, lehnt er Parteilisten für den Gemeinderat strikt ab: "Parteipolitik in Dörfern beeinträchtigt die Funktionalität der Ratsarbeit."

"Ich bin mehr integrierend"

Vor 15 Jahren zog er erstmals in den Gemeinderat ein - als Bewerber der  Wählergruppe Jörg bekam er auf Anhieb die viertmeisten Stimmen. 1994 trat er mit  einer eigenen Liste an und unterlag bei der Ortsbürgermeister-Urwahl dem  Amtsinhaber: "Günther Jörg ist eine Institution. Er hat vieles bewegt und im  Vereinsleben Akzente gesetzt", blickt der Berufssoldat auf seine Niederlage zurück. Diesmal erreichte er trotz Solo-Kandidatur nur 59 Prozent, was er auch auf Jörgs Einfluss zurückführt.

Nicht auf den Rat des Vorgängers zurückgreifen zu können, betrachtet Goldt keineswegs als Handikap. Einen Vorteil gegenüber Jörg sieht er darin, "dass ich  mehr integrierend bin". Mit seinem Wohnort identifiziert sich der gebürtige Osnabrücker voll: "In Abentheuer fühle ich mich mit meiner Familie pudelwohl." Die große Krishna-Gemeinschaft auf der Hujetsmühle löst bei ihm kein Unbehagen aus: "Bis heute hat sich die Vermutung, die Gruppe werde aggressiv-missionarisch tätig, nicht erfüllt."

Die Dorfgemeinschaft will der neue Ortschef fördern - auch durch rege  Kommunikation. Darüber hinaus werde die Dorferneuerung fortgeführt und ein  weiteres Neubaugebiet ins Auge gefasst. Allerdings seien die finanziellen  Möglichkeiten wie fast überall begrenzt.

Kein Manko ist in den Augen des Stabsfeldwebels, der 1980 in den Bunker Börfink und so nach Abentheuer kam, die Entfernung zu seinem heutigen Dienstort  Ramstein: "Wenn ich gebraucht wurde, bin ich jederzeit abkömmlich." An den  Ruhestand, der in seiner "Zunft" so früh eintritt, mag er noch nicht denken: "Meine Funktion als Computer-Spezialist bereitet mir viel Freude. Ich kann mich nicht damit anfreunden, mich in wenigen Jahren zur Ruhe setzen."         Karsten Schultheiß

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 24. August  1999

Abentheuers Alt-Ortsbürgermeister Günther Jörg vermisste in den letzten zehn Jahren die Harmonie
und hätte sich einen anderen Nachfolger gewünscht

Veteranen ziehen Bilanz    Viele erfolgreiche Projekte sind mit den Namen der früheren

Sechs neue Ortsbürgermeister gibt's in der Verbandsgemeinde Birkenfeld. Aus dem  Sextett, das freiwillig seinen Stuhl räumte, ist Günther Jörg, der 27 Jahre an der  Spitze der Gemeinde Abentheuer stand, der Dienstälteste.

Von Julia Heyda

VG BIRKENFELD. Die Kommunalpolitik verliert mit den Veteranen  Persönlichkeiten, die nicht nur ihre Gemeinde nachhaltig prägten.

Günther Jörg zog sich wegen gesundheitlicher Probleme - insbesondere ein Augenleiden macht ihm zu schaffen - ins Privatleben zurück. Zufrieden zieht er nach 27 Jahren an der Spitze der Gemeinde Abentheuer Bilanz: "Alle Vorhaben konnten  so verwirklicht werden, wie ich es mir vorgestellt hatte: programmiert, umgesetzt,  abgeschlossen - ohne die Bürger dabei extrem zu belasten."

Er verweist auf das große Neubaugebiet, Straßenausbau mit Wasser und Kanal,  Dorferneuerung und Kindergarten. Nachdem der Revierförster vom Neuhof 1966 "off die Hitt" gezogen war, warb ihn Bürgermeister Richard Spreier für eine  Kandidatur zum Gemeinderat an. "Ich bekam die zweitmeisten Stimmen und wurde  Beigeordneter. Dabei hatte ich von Kommunalpolitik gar keine Ahnung." Die  eignete sich Jörg rasch an. Auch dank seiner glänzenden Kontakte zu  übergeordneten Dienststellen erlebte Abentheuer einen rasanten Aufschwung und  wuchs von 330 auf 570 Einwohner.

Seit 1989 sei die Ratsarbeit nicht mehr harmonisch gewesen, bedauert der 73-Jährige: Manche Ratsmitglieder hätten nur persönliche Vorteile und
Konfrontation gesucht. Keinen Hehl macht der Christdemokrat daraus, dass er seinen "Parteifreund" Klaus Goldt nicht als idealen Nachfolger sieht: "Ich hätte mir  Klaus Giebel gewünscht, muss aber akzeptieren, dass er wegen seiner beruflichen  Belastung ablehnte."

Theo Scherer, Altbürgermeister der Gemeinde Achtelsbach, überließ das Amt, das  er seit 1979 bekleidet hatte, einem Jüngeren. Der 68-Jährige war seit 1972 im  Gemeinderat tätig und wurde 1974 1. Beigeordneter. Das schönste Erlebnis, das er während seiner Amtszeit hatte, war die Einweihungsfeier der Ortsdurchfahrt 1994.  Scherer hatte sich lange und hartnäckig dafür eingesetzt. Es war eine lang erkämpfte  Sache, die schließlich doch die Mühe lohnte. "Jetzt nach 20 Jahren Amtszeit habe  ich genug getan. Es wird jetzt auch einfach mal Zeit, Jüngeren im Ort das Zepter zu  übergeben", sagt Scherer.

Helmut Schmidt gab das Amt des Ortsbürgermeisters von Niederbrombach nach 17 Jahren ab. Er engagierte sich seit 1969 im Gemeinderat und war von 1979 bis  1982 als 1. Beigeordneter tätig. Die Arbeit des Ortsbürgermeisters bereitete dem 72-Jährigen stets Spaß - nicht zuletzt aufgrund der günstigen finanziellen Lage der  Niederbrombacher Gemeinde. Der Kanal- und der Straßenausbau waren  Meilensteine seiner Ära.

Das einzige Sorgenkind des Orts wird jedoch stets die B 41 bleiben. Häufig werden Proteste gegen den Ausbau laut, der Lärm und die hohe Unfallgefahr beunruhigen die Anwohner. "Trotz mancher Probleme war es immer eine schöne  Zeit für mich, nur - es wird auch mal Zeit, anderen den Vortritt zu lassen", resümiert  Schmidt.

 Erich Jaekel, der am Freitag seinen 80. Geburtstag feierte, war der Senior unter den Ortsbürgermeistern im Kreis Birkenfeld. Seit 1984 lenkte er die Geschicke der  Gemeinde Niederhambach. Vor seinem Amtsantritt war er ungewöhnlicherweise  nicht kommunalpolitisch engagiert und "musste so ins kalte Wasser springen".

Manche Dinge lagen Jaekel in dieser Zeit besonders am Herzen - beispielsweise der Gemeinschaftshausbau mit einem Glockenturm, die Errichtung einer Leichenhalle oder die Aufstellung dreier Brunnen im Dorf. Trotz seiner Demission  lässt es sich der Böschweilerer nicht nehmen, weiterhin den Stammtisch der Ortsbürgermeister zu besuchen.

Wolfgang Orth, der Ortsbürgermeister von Rötsweiler-Nockenthal, schied nach einer zehnjährigen Amtsperiode aus dem Dienst aus: Die Folgen eines Hörsturzes zwangen den Hauptschullehrer schon mit 56 Jahren zum Aufhören.

Gerhard Schug, der 63-jährige Ortsbürgermeister der Gemeinde Wilzenberg-Hußweiler, nahm bereits nach fünf Jahren seinen Hut.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 05. August 1999

Flöte und Tabla trugen in neue Klanggefilde
Traditionelle Tänze und Musik zogen Sommerfest-Gäste der  Hare-Krishna-Gemeinde in ihren Bann
 

ABENTHEUER. Beim mittlerweile vierten Sommerfest am vergangenen  Wochenende auf der Hujetsmühle wurde wieder so einiges geboten.

Rund 400 Gäste besuchten das Zentrum der Hare-Krishna-Gemeinde am Rande von Abentheuer. Besonders die indischen Tänzerinnen eroberten sich durch ihre gekonnte Darbietung schnell die Herzen der Zuschauer.

Beim traditionellen Tanz werden die Spiele von Krishna in einer ganz eigenen  Körpersprache zum Ausdruck gebracht. Die Bühne im Garten bildete den Rahmen  für vielseitige musikalische Darbietungen. Traditionell indisch - mit Charley Wintermeyer an der Bambusflöte und Ashoka Rehala, einem Tabla-Spieler - gelang es, die Zuhörer auch musikalische in ganz andere und für viele neue Gefilde zu  tragen.

Aber auch bluesartige Töne und eher westliche Instrumentierung hörten die Gäste, von denen einige bis spät in die Nacht mittanzten.

Etliches über die Tradition des Krishna-Bewusstseins konnte man in einem  Dia-Vortrag von Sacinandana Swami über eine Pilgerreise in den Himalaya  erfahren. Auch Videos und Vorträge boten den Besuchern die Möglichkeit, sich einen tieferen Einblick in die Tradition des Krishna-Bewusstseins zu verschaffen.

Glück verheißend

Sehr anschaulich war auch ein Feueropfer eines brahmanischen Mönches, bei dem alle Besucher die Mantren für eine Glück verheißende Atmosphäre mitsingen  konnten.
 Neben dem Bühnenprogramm und den Veranstaltungen im Tempelraum, in dem  man auch die prächtig geschmückten Altargestalten bewundern konnte, gab es viel  unterhaltsame Stände, an denen man etwas über Klangmassage, Ayurveda,  Astrologie, Tarot und vieles mehr erfahren konnte.

Auch die Kinder wurden gut unterhalten: Sie konnten den ganzen Tag über auf zwei  Pferdchen reiten, sich ihre Gesichter bemalen lassen, an einem
Luftballonwettbewerb und vielen anderen Spielen teilnehmen. Ganz toll war auch die Zaubershow von "Pablo" Paul Lauer, der die kleinen
Besucher mit verblüffenden Tricks in Bann hielt.
Nicht unerwähnt bleiben sollte die köstliche vegetarische Küche, die jeden  hungrigen Gast zufrieden stellte.

"Mir hat besonders die angenehme Atmosphäre und die freundliche Art der Leute  gefallen. Die Bewohner der Mühle versuchen ihr Motto 'Einfach leben - hoch denken' in die Wirklichkeit umzusetzen. Das hat mich sehr beeindruckt," meinte eine Besucherin aus Buhlenberg.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 16. Juli  1999
 

FEIERTAG  Ehrungen bei der Sängervereinigung

Klaus Goldt, Gruppenvertreter Birkenfeld I, ehrte langjährige Mitglieder der Sängervereinigung Abentheuer.

Klaus Giebel ist seit 40 Jahren aktiv, und das zeitweilig in drei Chören. Auch seine Verdienste als langjähriges Vorstandsmitglied wurden gewürdigt. Giebel erhielt die  goldene Ehrennadel des Sängerbundes Rheinland-Pfalz.

Inge Burbes blickt zurück auf eine 50jährige Sängertätigkeit und ist - ebenso wie ihr  Ehemann - ein Vorbild für Probenfleiß. Inge Burbes erhielt die Ehrennadel mit  Goldkranz des Deutschen Sängerbundes.

Vier Sängerinnen und Sänger wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Wolfgang  Krausse, mehr als 40 Jahre Sänger und engagiertes Vorstandsmitglied. Erika Lengler, aktiv im Gemischten Chor und im Vorstand sowie ihr Ehemann Wolfgang. Vereinswirt Manfred Heß, der als Tenor schon mehr als vier Jahrzehnte aktiv in den Chören ist, erhielt die Goldene Ehrennadel des Sängerbundes Rheinland-Pfalz.
 
 

Die Abschiedshymne war das Sahnehäubchen
     Sängervereinigung Abentheuer hatte zu Konzert mit sommerlich beschwingten Melodien eingeladen
 

BRÜCKEN. "Singend in den Sommer" - unter diesem Motto gestaltete die Sängervereinigung Abentheuer im evangelischen Gemeindezentrum in Brücken ein  Konzert. In seiner Begrüßung führte Vorsitzender Klaus Goldt aus, im Vordergrund  dieser Veranstaltung solle die Begegnung und die Freude am Chorgesang stehen.

Auch klassische Melodien

Der Gemischte Chor der Sängervereinigung Abentheuer, unter der Leitung von  Stefan Mörschbächer, der MGV "Germania" Buhlenberg (Manfred Schneider), der  katholische Kirchenchor "St. Briktius" aus Malborn (Stefan Mörschbächer), der Gemischte Chor Dienstweiler (Helmut Weirich) und der Männerchor aus Abentheuer stellten sich mit wunderschönen Weisen, abwechselnd mit Volks- und Heimatliedern sowie klassischen Melodien, aber auch ausgefallenen Sätzen vor.

Der Männerchor aus Buhlenberg besang zuerst die Jagd, um dann die Zuhörer über "Die wahre Liebe" aufzuklären. Helmut Weirich, ein Garant für Auswahl besonderer Chorliteratur, überzeugte mit dem Chor aus Dienstweiler mit dem humorvollen Vortrag "Drei Gäns im Haberstroh".

Kerstin Thömmes und Eva Mörschbächer aus Malborn brachten mit ihren eindrucksvollen Vorträgen auf der Querflöte instrumentale Auflockerung. Zum Abschluß des Konzertes setzte der gastgebende Gemischte Chor ein Sahnehäubchen auf die Musikauswahl mit der Abschiedshymne von Gerd Onnen  "Als Freunde kamen wir, als Freunde gehen wir".

Sonntags hatten die "Hüttener" zum geselligen Frühschoppenkonzert eingeladen.  Eine mutige Initiative, diese Veranstaltung in die Außenanlage des
Gemeindezentrums zu verlegen. Einen guten Konzertauftakt bot der Männerchor  aus Meckenbach (Chorleiter Rudi Karst) mit einem Satz von Rudolf Desch "Laßt die Lieder hell erklingen".

Der MGV Heimbach unter der Leitung von Klaus Schweig überzeugte mit sattem Chorklang. Die besondere Stärke des Männerchors Abentheuer ist die Liedauswahl des Chorleiters Stefan Mörschbächer, der in diesem Sommer auf eine zehnjährige Chorleitertätigkeit in Abentheuer zurückblicken kann.

Der Hausherr, Pfarrer Bonn, zeigte sich beeindruckt von den  Nutzungsmöglichkeiten seines Gemeindezentrums und bekundete seine Freude
darüber, daß das Zentrum nicht nur eine Stätte der Begegnung, sondern auch ein  Ort eines Konzertes im Freien sein kann. Der MGV "Cäcilia" Horath erntete langanhaltenden Beifall mit dem Lied "Vom wachsamen Hahn", doch es wurde noch von ihrem letzten Stück, der "Hochzeit der Frösche" übertroffen.

Ein Experiment geriet zum Höhepunkt, als der Männerchor der Sängervereinigung aus Birkenfeld mit ihrem versierten Chorleiter Wolfgang Giebel das Werk von  Klaus Ochs "Miteinander - füreinander" intonierte. Nachdem dann die letzte Zugabe verklungen war, waren nicht nur die Gäste, sondern insbesondere der Veranstalter mit dem Fest "Singend in den Sommer" sehr zufrieden. Der schöne  Sommertag verlockte viele, noch zu bleiben, zumal der Duft des "heimischen  Spießbratens" den Gästen schon vorher Appetit gemacht hatte 
 
 
 

An der Traun entlang wandern

ABENTHEUER. Eine kulturhistorische heimatkundliche Exkursion entlang der  Traun macht die Sängervereinigung am Samstag, 17. Juli. Treffpunkt ist um 13.30  Uhr am Gasthaus Heß, von hier werden die Wanderer mit Fahrgemeinschaften  nach Tranenweier gefahren. Zuerst geht es zur Quelle der Traun, dann bleibt die Gruppe immer nahe an der Traun. Führer werden Erklärungen über die damalige intensive Nutzung des Wassers und die Veränderungen, die der Bach über die Jahre erfahren hat, geben. Das Ziel in Abentheuer ist das Gasthaus Heß.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 21. Mai  1999

ULA erstellte ListeKandidaten für die Kommunalwahl nominiert
 

ABENTHEUER. Die Unabhängige Liste Abentheuer (ULA) hat ihren Vorschlag  für die Wahlen zum Bürgermeister und dem Gemeinderat aufgestellt. Sie geht mit  Klaus Goldt als Bürgermeisterkandidaten in das Rennen. Seit 1978 in Abentheuer  wohnhaft, ist er seit 1984 im Gemeinderat und einer der dienstältesten  Ratsmitglieder. Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Für den Gemeinderat  bewerben sich 1. Klaus Goldt, 2. Werner Samsel, 3. Martin Schneider, 4. Horst  Antes, 5. Gert Rüter, 6. Theo Gaukler, 7. Tino Burgard, 8. Lorita Fries, 9. Gerhard  Beermann, 
10. Bernd Massierer, 11. Rudolf Quack, 12. Karl-Heinz Breid, 13. Harald Thiel, 14. Karl-Heinz Dickheiwer, 15. Willi-Hermann Zitschka, 
16. Volker Alsfasser, 17. Susanne Schieh-Schneider und Eduard Fandel.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 17 Mai 1999

Die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten Abentheuer feierten dessen 25jähriges Bestehen mit
einem Indianer-Fest an der Trauntalhütte

Goldsucher tanzten  mit Regenmachern       Country-Freunde sorgten für waschechte Kulisse
 

ABENTHEUER. Viele kleine, große und fast echte Indianer trafen sich anläßlich des 25jährigen Bestehens des Kindergartens Abentheuer an der Trauntalhütte.

Geduldig warteten die Kinder und der Gesangverein aus Abentheuer, bis sie die Gäste mit einem gemeinsamen Lied begrüßen konnten.

Denn zunächst hieß Kindergarten-Leiterin Loch die Besucher willkommen, blickte dabei ein wenig zurück in die Geschichte. Dann richteten die Vertreter der  Ortsgemeinden Abentheuer, Buhlenberg und Rinzenberg das Wort an die zahlreich  erschienenen Eltern und Freunde und übergaben jeweils einen Scheck. Schließlich dankte noch Elternausschußvorsitzende Geiser Eltern, Träger und dem  Team für die gute Zusammenarbeit.

In die Welt der Indianer und Cowboys entführten die Jungen und Mädchen in ihrem     Programm, den ein fast originalgetreuer Indianertanz nach dem Essen am  Nachmittag einleitete.

Großer Andrang herrschte an den von den Western- und Countryfreunden Trauntal  aufgestellten Tipis, ebenso bei den von ihnen veranstalteten Spielen. Bei der Goldsuche und dem Anfertigen eines Rainmakers versuchten die eifrigen kleinen  Indianer ihr Glück. Während des Kaffeetrinkens wagten sie einen Ausritt auf einem   echten Pony, oder sie konnten sich bei der Kutschfahrt erholen.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 22. März 1999

Disziplin im Dienst Ehrensache
Wehrführer Samsel lobte das große Engagement "seiner"  Männer
 

ABENTHEUER. Vollzählig - wie auch bei den angesetzten Übungen durchaus üblich - waren die Feuerwehrangehörigen zur Jahresdienstversammlung im  Gasthaus Heß erschienen. Wehrführer Werner Samsel konnte neben seinen  Aktiven auch etliche passive Mitglieder sowie den Birkenfelder  Verbandsgemeinde-Wehrleiter Bernhard Schneider begrüßen.

Ortsbürgermeister Günther Jörg gab einen geschichtlichen Abriß über den  Werdegang der Freiwilligen Feuerwehr Abentheuer.

Im anschließenden Grußwort lobte Wehrleiter Schneider das außerordentliche  Engagement der derzeitigen Wehrangehörigen in Abentheuer. Er unterstrich, daß Abentheuer über eine recht junge und vor allem tatkräftige Löscheinheit verfüge, die  fast immer vollzählig ihren Feuerwehrdienst verrichten würde.

Anschließend übernahm er die Aufgabe, neue Wehrangehörige zu verpflichten und  andere nach erfolgreich absolvierter Ausbildung und der erforderlichen Mindestdienstzeit oder der erbrachten Leistung zu befördern.

Neuverpflichtet wurden Nico Berang und Sascha Breitkopf. Befördert wurden: Wayne Livingston zum Hauptfeuerwehrmann, Thorsten Beermann zum  Oberfeuerwehrmann, Tino Burgard zum Löschmeister, Mirco Geibel, Kai Beermann, Christian Samsel, Jason Livingston und Timo Berang zum
Feuerwehrmann.

Nach der offiziellen Verabschiedung bei der Ehrenzeichenverleihung im  vergangenen Jahr in Ruschberg wurde Wolfgang Krause, langjähriger Maschinist  der Freiwilligen Feuerwehr Abentheuer, nun auch im Kreise seiner Kameraden verabschiedet.

Aus der RHEIN-ZEITUNG  vom 10. Februar 1999

Neues aus der Bütt bei der Sängerfastnacht
 

ABENTHEUER. Bei den Sängern in Abentheuer laufen auch in diesem Jahr schon seit langem die Vorbereitungen zur Sängerfastnacht. Am Samstag, 13. Februar, werden die Gäste im Gasthaus Heß nicht nur viel Neues aus der Bütt hören, auch Tanzgruppen und besonders der Gesang stehen auf dem Programm. Die Aktiven erhalten wieder einen besonderen SFO (Sängerfastnachtsorden).

Der Jugendförderverein lädt für kommenden Dienstag nachmittag ab 14.11 Uhr zur Kinderfastnacht ein. Auch hier werden sich junge Fastnachter in der Bütt versuchen.
Die Mini-Playback-Show, an der sich alle Kinder beteiligen können, bringt  vielleicht einen kleinen Star groß heraus. Auf alle Fälle erhalten alle Mutigen eine  Teilnahmeurkunde, die besten Vorträgen werden überdies prämiert. Der Kehraus  am Dienstag wird dann die Session '99 mit der "Beerdigung der Fastnacht"  abschließen. Nach dem Motto "Am letzten Tag der Fastnacht geht keiner früh nach  Haus, denn erst um zwölwe geht die Fastnacht aus."
 

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