| Wirklich etwas versäumt haben all diejenigen, die das Herbstkonzert der Sängervereinigung Abentheuer nicht besucht haben. Die Zuhörer erlebten einen wunderschönen Abend mit Gesangsbeiträgen der moderneren, aber auch der klassischen Chorliteratur. Folgende Chöre waren mit ihren Beiträgen zu hören. |
Gemischter
Chor Dienstweiler
Leitung:
Helmut Weirich
| Ein
neuer Tag (Eurovisionsmelodie)
Gerd Onnen
Strassen unserer Stadt Eckhard Hehrer Tri Sulara (Drei Balkone) Wilhelm Heinrichs Tebje Pajom Herr gib uns Frieden Hans-Joachim Rolf Aufallend war die interessante Variation des Eurovisionsmotives. Der Beitrag: Strassen unserer Stadt(Original:Streets of London von Ralph McTell) war eine sehr differenzierte Darbietung, die das Publikum mit langanhaltendem Beifall belohnte. Beeindruckend waren auch die andern beiden Vorträge, wobei mir das feine Wechselspiel der Stimmgruppen beim Lied Tri Sulara besonders gut gefiel. |
Gesangverein
Nohen
Leitung:
Willi Caspar
| Lobe
den Herrn meine Seele
Wolfgang Lüderitz
Singet Gloria Gerhard Rabe Abschied von der Liebe Alfons Burkhard Dalmatinisches Fischerlied Robert Pappert Die ersten drei Lieder beschreibe ich als eine ehrfurchtsvolle, erhabene, voluminöse und sehr klangvolle Darbietung. Insbesonders das Lied Abschied von der Liebe wurde sehr gefühlvoll dargeboten. Das Dalmatinische Fischerlied lies Urlaubserinnerungen wach werden und nahm den Zuhörer mit in südlichere wärmere Gefilde. |
Männerchor
Germania Buhlenberg
Leitung:
Manfred Schneider
| Riporte
ame (bring es mir zurück)
Helmut Löffler
Komm mit hinaus Satz: Rudolf Desch Jagd und Wein Robert Pappert Rheinglaube Hermann Sonnet |
Sängervereinigung
Sonnenberg-Winnenberg
Leitung:
Manfred Schneider
| Die
Rose
Michael Kunze
Die Untreue Friedrich Silcher Die Gott lieben Peter Strauch Irische Segenswünsche Markus Pytlik |
Gemischter
Chor und Männerchor der Sängervereinigung Abentheuer
Leitung:
Stefan Mörschbächer
| Sommerreigen
Satz: Rudolf Desch
Asikhatali Gospel Der Jäger längs dem Weiher ging Satz: Fritz Dietrich Der Koki Friedrich W. Olpen Als Freunde Satz: Gerhard Onnen Mein
Mund der singet
Satz:Ursula Barthel
Den eigenen Chor zu beschreiben ist sicherlich alles andere als leicht und man geht auf einem dünnen Eis. Dennoch sei es gewagt. Wer die Sängervereinigung Abentheuer letztes Jahr an gleicher Stätte erlebte und wer heuer Gast dieses Konzertes war, konnte ganz leicht feststellen, welche Entwicklung der Verein genommen hat. Stimmsicherheit und Selbstbewußtsein sind in den Chören deutlich stärker ausgebildet. Der Mut neue Wege hinsichtlich des Liedgutes zu gehen, hat sich auf alle Fälle gelohnt. Der Männerchor singt sein Silcherlied so sicher, als wäre es seit Jahren Standardrepertoire. Besonders gelungen war meiner Meinung nach der Beitrag Mein Mund der singet. Da wurde sehr differenziert die Lautstärke variiert, die Tempiwechsel waren deutlich zu unterscheiden und insgesamt wurde das Lied mit großer Empathie vorgetragen. Der gemischte Chor trägt sein Lied Sommerreigen ebenso klangvoll vor, wie den Gospel Asikhatali einfühlsam. Gefühlvoll ist die einzig zutreffende Beschreibung für den Beitrag Der Koki. Ganz einfach nur schön und vielen aus dem Herzen gesungen war das Abschlußlied des Konzertes Als Freunde. |
Bedauerlicherweise fanden nur wenige Zuhörer den Weg nach Brücken.
Und jeder der nicht dort war, soll sich
ruhig ärgern, einen
Ohrenschmaus versäumt zu haben. Chormusik hat längst nichts mehr nur mit
Wanderlust,
Weinseligkeit oder
Weihnachtsliedern zu tun. Wie aktuell und modern diese Musik sein kann, das
konnten wir
in diesem Konzert erleben. Vielleicht überlegen Sie, oder Sie,
es sich ja auch einmal und fragen nach, wann
und wo ein Chor in Ihrer Nähe probt. Versuchen Sie es doch
einfach!! Erst wenn der Dirigent Sie bittet
weiter in der Wanne zu
singen, wissen Sie sicher, woran Sie sind.
Also runter vom Sofa - Rein in die Probe.